

Kasachstan ist das neuntgrößte Land der Erde.
Es erstreckt sich von der chinesischen Grenze über 3.000 Kilometer
bis zum Kaspischen Meer.
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Ein weißer Fleck auf der Neuen Seidenstraße
Kasachstan ist nicht nur das größte Binnenland der Welt, es liegt von allen Weltmeeren auch am weitesten entfernt - mittendrin eben. Und deshalb ist es als Drehscheibe für den internationalen Handel im Rahmen der "Belt and Road Initiative" von zunehmender Bedeutung. Kasachstan, das bis 1991 zur Sowjetunion gehörte, hat die gleiche Spurbreite wie Russland und die meisten anderen Ex-Sowjetrepubliken, China dagegen dieselbe wie Europa. Deshalb müssen in der Grenzstadt Khorgas die Container aus China wegen der unterschiedlichen Spurbreite auf kasachische Züge umgeladen werden, um ihre Reise in Richtung Europa fortzusetzen. Wer von Khorgas mit der Bahn bis nach Aktau am Kaspischen Meer reisen will, ist - bei idealer Verbindung - mindestens zweieinhalb Tage unterwegs und durchkreuzt dabei zwei Zeitzonen.
Kurz vor der Küstenstadt Aktau, der Provinz-Hauptstadt von Mangghystau, verwandelt sich die Steppe in eine Wüste: Statt Pferde sieht man hier Kamele neben der Strasse stehen. Und die langsam wippenden Ölpumpen weisen auf den großen Reichtum Kasachstans an Bodenschätzen hin. Das Land hat riesige Lagerstätten an Erdöl, Erdgas, Kupfer, Kohle, Uran und vielem mehr. In Aktau, rund 3.000 Kilometer von Khorgas, dem chinesischen Grenzübergang, entfernt, endet der kasachische Teil der Neuen Seidenstraße. Viele der hier ankommenden Waren werden von den Zügen auf Schiffe umgeladen. Von hier aus geht es über das Kaspische Meer und weiter nach Europa.
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